Wieviel Personen können wohl auf dem Hof Werken und sich aufhalten? Dieses komplizierte Rätsel versuchte am vergangen Wochenende die Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD) mit ihrem traditionellen Herbstseminar erneut zu lösen. Nachdem bereits 2017 eine Rekordzahl an Teilnehmern den Hof besucht hatte, brachte die PSD rund 120 Personen in Haus und Hof unter. Eingeladen waren auch Freunde vom Grauen Reiter, Pfadfinderbund Antares, BdP, VCP, DPSG und DBP. Auch die Hofmannschaft war mit einigen Personen als Gildenmeister vertreten. Geschlafen wurde im Wesentlichen in Jurten auf der Zeltwiese. Die Küche wurde wieder durch eine separate Außenküche mit Spülstelle in einem Zelt neben dem Haus um die notwendige Erweiterung ergänzt. Ein Kühlwagen sorgte für die sachgerechte Unterbringung der Lebensmittel. Als Novum konnte der Sanitärbereich des Neubaus genutzt werden.

In allen Ecken und Winkel des Hofes fanden Seminare statt. Das Spektrum war sehr breit gefächert und hatte für jeden Teilnehmer eine riesige Auswahl an Themen. Begonnen hatte alles schon am Donnerstagabend mit der Anreise eines Großteils der Teilnehmer. Bereits am Freitagvormittag begannen die ersten Werkgilden und Seminare mit ihrer Arbeit. Bis zum Freitagabend waren die meisten Teilnehmer auf dem Hof gelandet.
Die Seminarthemen hatten vier große Obergruppen.
• Handwerk
• Kunst, Spiel & Musik
• Draußen daheim
• Besser durchblicken
Vom Schmieden, Messerbau, Tassen verzieren, Tanzen, Messer schleifen, Bonbon Manufaktur, Schwitzhüttenseminar, Geschichte der Jugendbewegung, Bogenschießen bis hin zum Wissen aus der Hexenküche gab es rund 40 Seminar- und Werkgruppen die alle sehr lebhaft besucht wurden.
Natürlich macht so viel Werken und Denken hungrig. Deshalb versorgte eine große Küchenmannschaft die Teilnehmer mit reichlich gutem Essen. Die Krönung der Küchenkunst zeigte sich dann am Samstagabend zum Festessen. Hier gab es ein umfangreiches herbstliches Viergängemenü mit grandiosem Nachtisch. Alle fanden sich in der festlich ausgeleuchteten großen Scheune ein. Atemberaubend waren die abendlichen Singrunden in der Bankschreinerei. Bis zum letzten Platz saßen die Sängerinnen und Sänger auf den Werkbänken und auf dem Boden. Dabei bildete der mit Leuchtern und Kerzen beleuchte Raum eine tolle Kulisse und eine sagenhafte Akustik. Und wie immer gingen die Singrunden bis früh in den Morgen.

Auch am Sonntag wurde noch bis zum Mittagessen kräftig in den Gilden gewerkt und gearbeitet. Am frühen Nachmittag war dann Schluss. Der Hof in Windeseile gereinigt und alles abgebaut. Nach einer guten Stunde war alles fertig. Am Ende fanden sich alle zum Schlusskreis im Innenhof ein und leider war dann das schöne lange Wochenende zu Ende. Wir von der Hofmannschaft freuen uns auf ein Wiedersehen in 2019. Gerne auch zu unseren Bauhütten. Die aktuellen Termine stehen auf unserer Homepage.

Moppl

PSD-Herbstseminar 15.11.-18.11.2018

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