Einer unserer fixen Termine ist immer das Holzwochenende. Dann sorgen wir mit vereinten Kräften für den Kleinholzvorrat für die kommende Heizperiode und meist auch noch für volle Holzmieten, die ein Vortrocknen von größeren Stammsegmenten gewährleisten. Diverse Unwetterwarnungen und Sturmtiefs ließen uns nichts Gutes ahnen. Letztendlich hatten wir aber doch gewaltiges Glück mit dem Wetter, und es fielen nur spärlichste Tropfen auf unsere schwitzenden Häupter.

Das freitägliche Ankommens-Procedere kennt der geneigte Leser nun bestimmt zur Genüge – es sollen hier keine weiteren Worte verloren werden. Gleiches gilt für das Frühstück des Samstages.

Gut gestärkt strebten morgens die Arbeitskräfte den Tätigkeitsbereichen zu. Der Sanitärtrakt im Neubau wurde weiter verputzt und gefliest. Das Küchenteam brachte sich ebenfalls in Stellung. Die große Mehrheit sammelte sich aber auf der Wiese vor den Holzschuppen. Ein Teil der Mannschaft kümmerte sich um das Lagerfeuerholz, kürzte vorhandene Bestände auf die richtige Länge ein, lagerte diese dann ansprechend und fuhr in den Spranzschen Wald, um größere Mengen Nachschub zu holen. A propos Spranz: Unsere geschätzte Nachbarsfamilie hat uns auch dieses Wochenende wieder großzügigst unterstützt. Traktor und Anhänger wurden generös verliehen, und jedwede Bitte unsererseits wird stets mit größter Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfüllt. Ein rießengroßes Dankeschön dafür!!

Das zweite Holzteam ließ unsere Wippsäge singen, um große Holzscheite in kleines handliches Ofenholz zu transformieren. Am frühen Nachmittag konnte vermeldet werden, dass alle Holzschuppen prall gefüllt sind.

Eine kleine temporäre Zwischen-Herausforderung war der Transport der (bei der Familie Spranz) gelagerten eichenen Blockware in unseren Hof. Die Stücke waren nicht nur sehr zahlreich, sondern hatten auch ein veritables Gewicht. Der Retter in der Not war ein Traktor (der Familie Spranz), der den Stapel auf seine Zinken lud und bei uns behutsam wieder absetzte. Noch an diesem Nachmittag konnte das Holz vorgeschnitten und dann in der Scheune eingelagert werden. Unter der Leitung von Shames wird daraus die Treppe für den Neubau entstehen, so dass wir dort langsam den Sanitärbereich verlassen und und weiter ins Innere des Hauses vorarbeiten.

Ganz wichtig war auch eine „Umbettung“ des von uns selbst gebrauten Bieres. Dieses benötigt nun Kühlung und wurde deshalb vom Neubau in den Keller verbracht. Hier können die gefüllten Flaschen die Gärung vollenden, um dann nach Ostern von uns genossen zu werden.

Nach all der Arbeit Müh‘ gab es ein sehr deftiges und stärkendes Abendessen. Im Anschluss fand sich natürlich eine Singerunde zusammen, aber es waren Einige auch einem gemütlichen Schnack nicht abgeneigt. In beiden Fällen war die Nacht kurz.

Sonntags standen dann für die Hofmannschaft die Mitgliederversammlung nebst Trägerkreissitzung auf dem Programm. Parallel wurde in der Schreinerei an der weiteren Entstehung der Treppe gearbeitet. Und ganz besonders hatte sich Heidi ins Zeug gelegt: Im Alleingang fast den ganzen Hof zu schrubben, ist aller Ehren wert! Für diesen wahrlich herkulischen Einsatz von allen Sitzungsteilnehmern: DANKESCHÖN!

Als besonders schön empfanden wir an diesen Wochenende übrigens die vielen Gäste, die ein Viertel der Wochenendcrew ausmachten. Dies war auch schon während der letzten Bauhütte ähnlich. Wir würden uns freuen, wenn sich dieser Trend fortsetzte.

Die nächste Möglichkeit dazu ist die Bauhütte nach Ostern vom 26. bis 28. April. Dann wird auch unser „Hofbräu“ ausgeschenkt!

Rhesus

Holz- / Bauhütte 15. – 17.03.19

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