Der regelmäßige Leser kennt den Hinweis zu dieser traditionellen Bauhütte bereits: Der Feiertag ist hier namensgebend und nicht etwa besonders riskante oder lebensverneinende Bauaktivitäten!

Diese (normalen!) Bauaktivitäten gab es aber heuer zuhauf und erfreulicherweise strömten die Arbeitswilligen in Scharen. 25 Menschen aus allen möglichen Bünden und jeden Alters am Essenstisch unter dem Nussbaum zählen zu dürfen, freut uns ungemein.

Das Wuseln war mittwochabends noch sehr verhalten, steigerte sich aber von Tag zu Tag (Es soll ja auch Leute geben, die freitags ihrem Broterwerb nachgehen).

Eine Neuerung in der Bauhüttenorganisation stellt die sogenannte „Ewige To-Do-Liste“ dar. Diese, öffentlich ausgehängt, ermöglicht es zum Einen jedem Bauhüttenbesucher, sich eine Arbeit seines Neigungsbereiches auszusuchen. Zum Zweiten kann jedermann weitere Einträge tätigen, sobald er über verbesserungswürdige Zustände des Hofes stolpert. So war es bemerkenswert, wie sich dieses neue Tool gleichsam sofort mit Leben füllte. Erledigte Arbeiten wurde oben ausgestrichen, unerledigte neue wuchsen aber am Ende der Liste mit scheinbar doppelter Geschwindigkeit nach. So hat eben jeder Besucher einen anderen Blick auf den Hof und kann verbesserungswürdige Situationen festhalten. In früheren Berichten wurde oft über die vielfältigen Kleinarbeiten, Reparaturen und Ausbesserungen berichtet. Anhand dieser Liste wird aber zukünftig nichts mehr vergessen und wir können am Ende einer jeden Bauhütte mit stolzgeschwellter Brust auf eine sehr lange Liste erledigter Arbeiten blicken – das motiviert zusätzlich!

Zusätzlich gab es die bekannten „Großbaustellen“: Die Bodenfliesen wuchern bereits in den Aufenthaltsraum; die Silikonarbeiten im Sanitärbereich stehen kurz vor dem Abschluss; das Treppenhaus schmückt eine weitere verputzte Wand; die Vorbereitungsarbeiten für die Treppe wurden mit allergrößter Macht und Manpower vorangetrieben; im Haupthaus wurde mal wieder gründlich geputzt; das UG Neubau ist organisatorisch runderneuert; die Jahresinspektion samt Reinigung der Pelletsheizung ist vollbracht; usw. usw…

Natürlich wurde wieder gut gegessen und getrunken, schön gefeiert und gesungen, viel gelacht und erzählt.

Die zweite Neuerung in unserem Ablauf betrifft die eben genannte Verpflegung. Zukünftig werden wir unsere Helfer grundsätzlich kostenlos mit Essen und alkoholfreien Getränken bewirten. Da eine gute (und oftmals auch harte) Arbeit aber auch mit einem tollen Essen belohnt werden soll, freuen wir uns auf den Bauhütten über Spenden der Bauenden, die unsere Küchenkasse dann wieder etwas befüllen mögen. Die finanziellen Möglichkeiten des Handwerkerhofes sind zwar recht begrenzt, aber wer zum Helfen kommt, soll dann nicht über Gebühr monetär belastet werden.

Ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die die Tage mit uns auf dem Hof verbracht haben.Wir hatten viel Spaß!

Zur nächsten Bauhütte vom 5. bis 7. Juli hoffen wir auf ein ähnlich „erbauliches“ Wochenende. Auch du bist herzlich eingeladen!

Rhesus

Himmelfahrtsbauhütte 29. 05.- 02.06.19

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