Endlich – die langen Wochen der Sommerabstinenz sind vorbei.
Die erste Bauhütte nach den Sommerferien stand auf dem Programm. Umso mehr erstaunte dann die doch geringe Beteiligung, die wir allerdings durch Arbeitsfleiß auszugleichen wussten.
Bereits am frühen Freitag Nachmittag trafen die ersten beiden Bauwilligen ein. Nach vorbereitenden Abklebearbeiten für das samstäglich Verputzen im neuen Sanitärbereich wurde unter dem Nussbaum die strahlende Herbstsonne genossen. Bei heißem Kaffee und leckerem Butterzopf ließ es sich gut leben! Es folgten weitere Kleinarbeiten, bis dann mit beginnender Abenddämmerung der Nussbaum seine „Untermieter“ wieder hatte, die diesmal dem Abendessen zusprachen. Gut gekühlter Rosé aus Italien, dazu ein zünftiges Vesper, laue Abendluft, der Blick auf die blaue Stunde des Baulandes mit wunderschönem Abendrot, um die Laterne gaukelnde Fledermäuse – herrlich! Die immer frischer werdenden Temperaturen ließen uns dann doch noch in die Küche verholen. Und im Laufe des (sehr) späten Abends stießen auch weitere Menschen zu unserer Gruppe.
Auch der Samstag Morgen begrüßte uns mit blauem Himmel. Das kam uns sehr zupass, sollten doch an der Nordfassade die Verputzarbeiten an den Gefachen zum Abschluss gebracht werden – was wir auch schafften. Darüber hinaus konnte mit dem Streichen des Fachwerks begonnen werden, die Fensterverkleidungen sind wieder an ihrem angestammten Platz und der obere Sockelbereich trägt ebenfalls wieder einen glättenden Putz. Nun fehlt der Nordfassade eigentlich nur noch frische Farbe auf Holz und Mauerwerk (wir hoffen auf mildes Wetter im November!), dann können wir für diesen Sanierungsschritt Vollzug melden.
Zeitgleich an diesem Samstag wurden im Neubau die rechts liegenden Toiletten und der Duschbereich mit dem endgültigen Verputz veredelt. Auch hier ist also langsam das Ziel in Sicht.
Aufgrund der dünnen Personaldecke entschlossen wir uns, das Abendessen an einen externen Dienstleister zu outsourcen. Dieser befindet sich zufällig im Nachbarweiler und bescherte uns so auch noch einen kleinen Abendspaziergang im Sonnenuntergang. Zurück auf dem Hof ließen wir uns (anfangs wieder unter dem Nussbaum) noch die ein oder andere kulinarische Dessert-Spezerei schmecken, pflegten spontan die deutsch-polnische Völkerfreundschaft und genossen eine gemütliche Singerunde.
Der immer noch blaue Himmel am Sonntag animierte nach dem Frühstück zu weiteren kleinen Bauarbeiten. Diesen folgte dann am späten Vormittag das obligate Aufklaren des Hofes und der unvermeidbare Abschied.
Vom 9. bis 11. November findet die nächste Bauhütte statt. Wer die Nordfassade streicht, hat die nächsten Jahrzehnte stolz sein Werk direkt vor Augen! Ist das nicht ein Grund, den Hof zu besuchen?

Rhesus

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Bauhütte 05.-07.10.2018

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